Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
095612480086  017622053637

Zitat - Über die notwendige Fortführung der Reformation

Der grosse Konflikt

 

Luther und seine Mitarbeiter vollbrachten ein edles Werk für Gott, aber da sie ja aus der römischen Kirche kamen und selbst an deren Lehren geglaubt und sie vertreten hatten, konnte man nicht erwarten, dass sie alle diese Irrtümer entdecken würden.Ausschnitt aus dem Buch »Der grosse Konflikt« Aus dem Kapitel 14 - Seite 222-223

 

Unter den Reformern der Kirche sollte denen ein Ehrenplatz eingeräumt werden, welche die Wahrheit rechtfertigten, die sogar von den Protestanten im Allgemeinen ignoriert wurde. Es waren diejenigen, welche die Gültigkeit des vierten Gebots aufrechterhielten und damit die Einhaltung des biblischen Sabbats. Als die Reformation die Dunkelheit zurückdrängte, die über dem Christentum Lag, kamen in vielen Ländern Sabbathalter zum Vorschein. Keine andere Gruppe wurde von den bekannten Historikern ungerechter behandelt als jene, die den Sabbat ehrten. Sie wurden als Halbjuden gebrandmarkt oder für abergläubisch und fanatisch erklärt. Auf die Argumente, die sie zur Unterstützung ihres Glaubens aus der Schrift angaben, wurde ebenso geantwortet, wie man es auch heute noch tut, nämlich mit dem Ruf: »Die Väter, die Väter, veraltete Bräuche, die Autorität der Kirche!«
Luther und seine Mitarbeiter vollbrachten ein edles Werk für Gott, aber da sie ja aus der römischen Kirche kamen und selbst an deren Lehren geglaubt und sie vertreten hatten, konnte man nicht erwarten, dass sie alle diese Irrtümer entdecken würden. Es war ihr Werk, die Fesseln Roms zu zerbrechen und der Welt die Bibel zu geben, doch es gab wichtige Wahrheiten, die sie zu entdecken versäumten und schwere Irrlehren, die sie nicht abgelegt hatten. Viele von ihnen hielten weiterhin den Sonntag und andere päpstliche Feiertage. Sie achteten ihn nicht wirklich als einen Tag von göttlicher Autorität, doch sie glaubten, dass er geheiligt werden sollte als ein allgemein akzeptierter Tag der Verehrung.
Es gab auch einige unter ihnen, die den Sabbat des vierten Gebotes ehrten. So glaubte und praktizierte es Karlstadt (1480-1541). Es gab andere, die sich mit ihm vereinten. John Frith, der Tyndale bei der Übersetzung der Heiligen Schrift unterstützt hatte und der für seinen Glauben gemartert wurde, begründete seine Ansicht, den Sabbat zu respektieren, wie folgt: »Die Jeden hatten das Wort Gottes für ihren Samstag, da es der siebente Tag ist, und ihnen wurde geboten, den siebenten Tag zu heiligen. Und wir haben das Wort Gottes nicht für uns, sondern eher gegen uns, weil wir nicht den siebenten Tag halten, wie es die Juden tun, sondern den ersten, der nicht furch das Gesetz Gottes geboten wird.« John Trask, der die Einhaltung des wahren Sabbats 100 Jahre später anerkannte, verteidigte diesen mit seiner Stimme und Feder. Durch die verfolgende Macht der Kirche von England wurde er aufgerufen, Rechenschaft abzulegen. Er erklärte, dass die Heilige Schrift als Richtschnur für den religiösen Glauben ausreichend sei, und hielt daran fest, dass zivile Autoritäten nicht das Gewissen in Angelegenheiten der Erlösung kontrollieren sollten. Er wurde vor Gericht gestellt - dem berüchtigten Tribunal der »Star Chamber« -, wo es eine lange Diskussion über die Einhaltung des Sabbats gab. Trask wollte sich nicht von den ausdrücklichen Befehlen und Geboten Gottes abbringen lassen, um menschlichen Gesetzen zu folgen. Er wurde deshalb verdammt sowie an den Pranger gestellt, öffentlich ausgepeitscht und ins Gefängnis geworfen. Dieses grausame Urteil wurde vollstreckt, und nach einiger Zeit war sein Geist gebrochen. Er ertrug seine Leiden ein Jahr im Gefängnis und widerrief dann. O, hätte er weiter gelitten, er hätte die Märtyrerkrone gewonnen!

 

Ausschnitt aus dem Buch »Der grosse Konflikt« Aus dem Kapitel 14 - Seite 222-223